Aktuelle Neuigkeiten

  • Fiesta Noche del Rio

    Feb 20, 2017

    Bei der Fiesta Noche del Rio am River Walk von San Antonio ist ein Wirbel bunter Farben zu sehen.
    Bei der Fiesta Noche del Rio am River Walk von San Antonio ist ein Wirbel bunter Farben zu sehen.

    Aaron Rios knöpft sich hinter der Bühne des Arneson River Theaters sein frisch gestärktes weißes Hemd zu. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die während der Sommermonate in San Antonio herrscht, ist sehr unangenehm. Aber Aaron will sich nicht beschweren. Seit bereits fünf Jahren widmet der Mariachi-Musiker seine Wochenenden, um bei der von Kiwanis produzierten Show Fiesta Noche del Rio aufzutreten. Er ist leidenschaftlicher Musiker und als solcher möchte er seinen Zuhörern ein atemberaubendes musikalisches Erlebnis bieten. Und genau darum geht es bei dieser Show. Aber es geht auch darum, etwas an die Gemeinschaft zurückzugeben. Deshalb ist er hier, inmitten der Sommerhitze, und bereitet sich auf seinen Auftritt vor. „Es gibt Dinge, die aus einem bestimmte Grund geschehen“, sagt Rios. „Ich war an der Reihe etwas zurückzugeben.“

     Die Musikanten der Fiesta Noche del Rio führen ihre Zuhörer auf eine kulturelle Rundreise durch Mexiko, Argentinien, die Karibik, Spanien und Texas
    Die Musikanten der Fiesta Noche del Rio führen ihre Zuhörer auf eine kulturelle Rundreise durch Mexiko, Argentinien, die Karibik, Spanien und Texas

    Im Jahr 2009 kam Rios‘ Sohn auf die Welt. Leider wurde das Kind zu früh geboren und musste zwei Monate lang im Krankenhaus bleiben, bevor es nach Hause kam. Während dieser Zeit erhielt die Rios-Familie von mehreren lokalen Kinderorganisationen Unterstützung.

    „Es hat mich tief betroffen, dass sich Menschen, die uns nicht einmal kannten, ohne eine Frage nach irgendwelchen Qualifikationen, für uns eingesetzt haben“, sagt Rios. „Jeden Tag riefen diese Organisationen bei uns an oder sie kamen vorbei und fragten, ob wir etwas brauchten oder ob sie etwas für uns tun könnten. Als ich hörte, welchen Zweck diese Show verfolgte, wusste ich sofort, dass ich mit von der Partie sein wollte.“

    Die Produktion der Fiesta Noche del Rio wird seit 1957 ununterbrochen vom Kiwanis Club Alamo Charities Inc. geleitet. Mehr als 2.75 Millionen US$ wurden durch diese Show für lokale Kinderhilfsorganisationen, wie diejenige, die Rios und seiner Frau geholfen haben, eingenommen. Die Show wird von Kiwanis-Mitgliedern aus San Antonio unterstützt, indem sie Sponsoren ausfindig machen, Eintrittskarten verkaufen und bei den Veranstaltungen helfen.

    Die Show war ursprünglich dazu gedacht, Besucher zum River Walk anzulocken. Die damalige Hauptdarstellerin war die berühmte Rosita Fernandez „San Antonio’s First Lady of Song“. Im Verlauf von 60 Jahren hat diese Show einfach alles geboten: vom traditionellen Volkloreprogramm über eine Tejano-Show bis hin zu einer Show im Las Vergas Stil, mit dem Choreografen Felipe de la Rosa, der die Choreografie für Charo geleitet hat.

    „Wir führen unsere Zuhörer auf eine Rundreise“, sagt Elizabeth „Lisa“ Sanchez-Lopez, die schon seit 25 Jahren an der Fiesta beteiligt ist. Sie hat als Tänzerin begonnen und ging dann zur Choreografie und zum Singen über. Im Jahr 1995 wurde sie zur Direktorin der Show ernannt.

    Die Bühne des Arneson Theaters ist vom Anfang bis zum Ende eine Flut von farbenprächtigen Kleidern und Kostümen. Professionelle Darsteller bieten eine vielfältige Mischung der reichhaltigen kulturellen Traditionen des Landes und vieles mehr. Flamenco, Tango, Salsa und karibische Klänge – und sogar Country- und Western Musik – sind am River Walk zu hören und begeistern die Zuhörer, die entweder im Theater sitzen, vorbeispazieren oder in den Tour-Booten vorbeifahren.

    „Die 20 US$ Eintritt lohnen sich auf jeden Fall“, sagt Sanchez-Lopez. „Wir hatten Gäste aus New York, die sagten, dass unsere Show genauso gut wie eine Broadway Show sein würde.“

     Die Musikanten der Fiesta Noche del Rio führen ihre Zuhörer auf eine kulturelle Rundreise durch Mexiko, Argentinien, die Karibik, Spanien und Texas

    Die Darsteller des Arneson Theaters erhalten jedoch nicht die gleiche Vergütung wie die Darsteller des Broadway Theaters. Die Beteiligung an der Show erfordert viel Engagement. Jeden Freitag und Samstag, während der Monate Mai bis August, finden die Aufführungen statt. Das Vorsingen beginnt im Dezember und die Proben im Januar. Und trotz alledem – die Tänzer, Sänger und Musiker, wie Rios, kommen jedes Jahr immer wieder zurück.

    Rios und die Mitglieder seiner Band könnten  das Vierfache von dem verdienen, was sie bei der Fiesta verdienen. Trotzdem sind sie nach fünf Jahren immer noch hier und haben auch nicht vor, irgendwo anders hinzugehen.

    „Wir verfolgen einen bestimmten Zweck. Aus diesem Grund ist jeder einzelne von uns so engagiert“, sagt Sanchez-Lopez. „Wir wollen erfolgreich sein, damit der Zweck, den wir verfolgen, erfolgreich ist.“

    Den Grund ihrer Bemühungen sehen die Darsteller erster Hand, wenn sie die Organisationen besuchen, die von der Fiesta Noche del Rio profitieren und die Kinder sehen, deren Leben sie beeinflusst haben.

    „Künstler benehmen sich oft wie Diven. Diese Einstellung ändert sich aber schlagartig, wenn wir dieses Umfeld betreten“, sagt Sanchez-Lopez. „Wir geben unser Bestes, um eine hervorragende Show zu präsentieren, und so viele Gelder wie möglich für diese guten Zwecke einzusammeln.“

     Die Musikanten der Fiesta Noche del Rio führen ihre Zuhörer auf eine kulturelle Rundreise durch Mexiko, Argentinien, die Karibik, Spanien und Texas.

    Der Abendhimmel ist dunkel, die Stimmung ist hervorragend. Die Zuschauer tanzen zu Salsa und Cotton-Eyed Joe. Kurz vor Ende der Show schließt sich die gesamte Besetzung der Fiesta Noche del Rio den Mariachi-Musikern, geführt von Rios, an.
    „Es ist unvorstellbar, an dieser Show mitzuwirken, es ist einfach magisch“, sagt Rios. Wir zaubern ein Lächeln auf die Gesichter unseres Publikums. Das ist genau das, was wir beachsichtigen.“

    Das … und die Gewährleistung, dass andere Familien aus der Umgebung genau dieselbe Unterstützung und Chance bekommen, die seine Familie erhalten hat - die Gewährleistung, dass die Kinder in San Antonio einen Grund zur Freude haben. 

    Geschichte von Kimiko Martinez | Bilder von Carlos Javier Sanchez


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  • Eine zweite Chance

    Feb 20, 2017

    OliviaRose





    OliviaRose schreit. Ihre Mutter und Großmutter versuchen sie festzuhalten, was nicht ganz einfach ist. OliviaRose will mit dieser ganzen Sache nichts zu tun haben. Und kein Mensch bei klarem Verstand könnte ihr das jemals verübeln. Neben ihr steht ein Fremder mit einer Säge in der Hand. Er schaltet das Gerät ein und das kleine Mädchen schreit in ihrer Verzweiflung noch lauter. Ihre Mutter drückt ihr zum Trost ein kleines Stofftier in die Hand. OliviaRose, ein robustes und temperamentvolles 19 Monate altes Mädchen, wirft das Stofftier auf den Boden.

    Die Erwachsenen um OliviaRose herum lächeln und unterhalten sich. Man merkt, dass die Situation nicht ganz so schlimm ist, wie es aussieht. Szenen wie diese gehören eigentlich zum Alltag im Kiwanis-Traumainstitut für Kinder, im Floating Hospital for Children, einem Bereich des Tufts Medical Centers, in der Innenstadt von Boston, Massachusetts.

    Heute soll bei OliviaRose der Gips abgenommen werden. Das ganze sieht schlimmer aus als es eigentlich ist. Nach weniger als zehn Minuten hat sich OliviaRose wieder beruhigt und sie steht mit voller Belastung auf beiden Beinen—ohne den rosa Gips, der noch kurz zuvor ihre Hüfte und ihren Oberschenkel bedeckt hatte.

    OliviaRose wurde in das Floating Hospital for Children gebracht, nachdem sie in ihrer Hofeinfahrt vom Auto angefahren wurde. Der Oberschenkel war gebrochen und OliviaRose verbrachte drei Tage im Kiwanis-Traumainstitut für Kinder, im Floating Hospital for Children, wo sie bestens versorgt wurde.

    Das Kiwanis-Traumainstitut (KPTI) begann im Jahr 1981 als Partnerschaft zwischen dem Kiwanis-Distrikt New England und dem Floating Hospital for Children, im Tufts Medical Center. Kinder wie OliviaRose erhalten in der Notfallaufnahme  der pädiatrischen Abteilung die allerbeste Versorgung. Die Einrichtung wurde vom American College of Surgeons als Level 1 Pediatric Trauma Center eingestuft. Der Bedarf für Einrichtungen dieser Art ist groß. Traumatische Verletzungen sind die Hauptursache für Todesfälle und Behinderungen bei Kindern - mehr als bei allen anderen Krankheiten zusammengenommen.

    Lisa Torigian, OliviaRoses Grossmutter, lobt die hervorragende Versorgung, die ihre Enkeltochter im Krankenhaus erhalten hat.

    „Jeder war so hilfsbereit“, sagt Torigian. „Nach dem Unfall benötigten wir einen besonderen Autositz. Die Sozialarbeiter des Krankenhauses und KPTI  haben uns einen Gutschein überreicht, mit dem wir diesen Sitz umsonst bekommen haben. Die Krankenschwestern haben uns ein Zimmer zur Verfügung gestellt und Essensgutscheine geschenkt.“

    KIWANIS-FÜRSORGE
    Anne Keliher und Leslie Rideout
    Anne Keliher und Leslie Rideout

    Leslie Rideout ist nur eine von vielen Personen, die sich um die Versorgung von OliviaRose während ihres Aufenthalts im Floating Hospital for Children gekümmert hat. Rideout ist Kinderkrankenschwester und Koordinatorin für KPTI. Sie hat alle Hände voll zu tun. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören u.a.: die Koordination der Versorgung von Familien, die Aufklärung der Familien über bestimmte Traumata, die Aufzeichnung von Notizen während Beratungsgesprächen zwischen den Patienten und dem Arzt, Besuche bei den Familien, die Sicherstellung geeigneter Autositze für Kinder, die Verteilung von Fahrradhelmen und die Bereitstellung anderen Sicherheitsinformationen.

    Rideout liebt ihre Arbeit. Seit 15 Jahren arbeitet sie schon in diesem Krankenhaus. Stolz erzählt sie von den Anfängen dieser Einrichtung, die damals als schwimmendes Krankenhaus begonnen hat.

    „Das Schiff segelte nur während der Sommermonate“, sagt sie. „Patienten und Familien waren auf dem Schiff gestattet. Viele glaubten, dass die Meeresluft besonders gut für die Gesundheit ist.“

    Das ursprüngliche Boston Floating Hospital
    Das ursprüngliche Boston Floating Hospital
    Das Floating Hospital wurde im Jahr 1894 gegründet. Das Krankenhausschiff wurde durch den Boston Harbor geschleppt und versorgte im ersten Jahr mehr als 1.000 Kinder. Der Geschichte zufolge hat die Partnerschaft mit Kiwanis auch auf dem Wasser begonnen. Der Zahnarzt Harold „Hap“ Gerrish aus Maine, selbst Kiwanis-Mitglied und ehemaliger Präsident der Kiwanis-Stiftung von New England, und andere Kiwanis-Mitglieder befanden sich auf dem Schiff, als darüber gesprochen wurde, was man alles für pädiatrische Patienten tun könnte.

    „Bislang hatte sich in der Forschung zu Kinderunfällen nicht viel getan. Und gerade für dieses Thema wurde großes Interesse gezeigt”, sagt Rideout. „Die Kiwanier hatten sich bereits an mehrere Krankenhäuser in Boston gewandt und wurden immer wieder zurückgewiesen. Schließlich wurde die Verbindung mit Tufts aufgenommen und Tufts willigte ein. Nun besteht unsere Partnerschaft schon seit mehr als 35 Jahren.“

    Laut Rideout hat Kiwanis das Programm mit Millionen von Dollar finanziert. Freiwillige haben wichtige Sicherheitsinformationen ausgeteilt und Aufklärungsarbeit zur Vermeidung von Unfällen geleistet.

    „Ohne Kiwanis wären wir nicht hier“, sagt sie. „Die Arbeit, die Circle K und Key Clubs leisten, ist einzigartig. Diese Jugendclubs sammeln viele Spendengelder ein. Die Sachverständigen, die zur Begutachtung (für den Status Traumastufe 1) kommen, sagen immer wieder, dass unsere größte Stärke in unserer Zusammenarbeit mit Kiwanis liegt. Unsere Partnerschaft funktioniert wunderbar und ist einzigartig.“

    WIR SIND DIE KIWANIER
    John Maihos 
    John Maihos
    Wenn es darum geht, darüber zu reden, wieviel Geld dem KPTI-Programm zufließt, ist John Maihos die richtige Ansprechperson. Er ist der letztjährige Past Präsident der Kiwanis Foundation von New England. Drei Jahre lang hat er in diesem Amt gedient und kennt sich mit den zahllosen Fahrradrodeos, die im Distrikt New England stattgefunden haben, genauestens aus. Er hat die Fakten über Kinderunfälle und kann belegen, wie diese durch Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden können. Außerdem weiß er auch, wie wichtig der Einsatz ist, den Kiwanis leistet.

    „Beim KPTI-Programm handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative. Durch dieses Programm wird der Bekanntheitsgrad unseres Namens in der Öffentlichkeit gesteigert“, sagt er. „Bei der Frage, ob man schon mal etwas von Kiwanis gehört hat, kann man mit diesem- und vielen anderen Beispielen aufzeigen, für was Kiwanis steht. Es ist wichtig, dass unser Bekanntheitsgrad gesteigert wird. Aber es ist noch wichtiger, dass wir auf das Leben der Kinder Einfluss nehmen.”

    „Jeder ist betroffen, wenn man hört, dass ein Kind verletzt worden ist. Leider ist man oft auch persönlich betroffen. Das Kind eines Kiwanis-Mitglieds aus Danvers, Massachusetts, verunglückte bei einem Ortsfest. Als der Vater mit seinem Kind in den Rettungshubschrauber geladen wurde, wurde ihm bewusst, dass er in ‚unserem’ Kiwanis-Traumainstitut landen würde. Er realisierte, dass er über unser Programm, zu dem seinen persönlichen Beitrag geleistet hatte, versorgt werden würde. 

    „Wir spielen eine sehr wichtige Rolle. Wir sind zwar keine Ärzte aber wir sind Kiwanier. Wir unterstützen das Gemeindeprogramm. Wir verspüren eine Verbundenheit zu diesem Programm und so eine Art Besitzerstolz. Es war ein sehr emotionaler Augenblick für den Vater und beim Erzählen dieser Geschichte werden alle im Zimmer anwesenden Kiwanier emotional, weil ihnen bewusst wird, dass wir durch dieses Programm, das von uns ins Leben gerufen worden ist, das Leben dieses Kindes gerettet haben.

    „Jeden Tag verunglücken Kinder, die wir nicht kennen und zu denen wir keine emotionale Verbindung haben. Und dennoch tragen wir dazu bei, einen Unterschied im Leben dieser Kinder zu bewirken. Das ist das Wichtigste, was wir tun können.“

    Geschichte und Bilder von Kasey Jackson
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  • Die beste Woche des Jahres

    Jan 24, 2017

    Die Kinder im Camp Casey lassen sich von ihren körperlichen Behinderungen nicht davor abhalten, den Spass ihres Lebens zu haben.
    Die Kinder im Camp Casey lassen sich von ihren körperlichen Behinderungen nicht davor abhalten, den Spass ihres Lebens zu haben.

    Der Countdown beginnt unmittelbar nachdem die Baracken im August schließen. Die aufgeregten Camper freuen sich schon auf die sieben Tage Spaß, die sie nächstes Jahr im Kiwanis Camp Casey in Whidbey Island, Washington, erleben werden.

    Camp Casey ist ein Ort, an dem körperlich behinderte Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren an den Erlebnissen, die ein Sommer-Camp anzubieten hat, teilnehmen können. Die jährlichen Kosten von 45.000 USD, die für den Betrieb des Camps notwendig sind, werden komplett vom Kiwanis Club North Central Seattle und mehreren lokalen Sponsoren übernommen. Dank dieser Unterstützung können jährlich 100 Kinder am Camp teilnehmen.

    Jeden Sommer, seit 85 Jahren, bietet das Camp Kindern mit Spina Bifida, Amputationen, Zerebralparese und Muskeldystrophie sichere und interaktive Aktivitäten an. Die Kinder werden als Individuen behandelt. Sie sind nicht von ihren körperlichen Einschränkungen geprägt. Jedes Kind hat die Möglichkeit zu reiten, an Talentwettbewerben teilzunehmen, Go-Kart-Rennen zu fahren oder Tanzen zu lernen.
    Die Direktorin des Camps, Barbara Williams, hat persönlich erlebt, welche Auswirkungen diese Erfahrungen auf die Teilnehmer des Camps haben.

    „Die Kinder befinden sich in Gesellschaft anderer Kindern mit ähnlichen Behinderungen und sehen, wie unabhängig diese sind“, sagt Williams. „Die Kinder bauen zu den Betreuern eine besondere Verbindung auf.“

    Schon als Teenager leistete Williams Freiwilligenarbeit und erkanntes sehr früh, welchen Wert das Camp für die Gemeinde bringen würde.

    „Service, Freude und Freundschaft“, sagt Williams. „Das sind die Dinge, die das Leben lebenswert machen.“

    Geschichte von Lydia Johnson


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  • Versorgungspakete

    Jan 24, 2017

    Der Kiwanis Club Wallingford stellt Pakete zusammen, die mit Überraschungen für Chemotherapie-Patienten gefüllt sind.
    Der Kiwanis Club Wallingford stellt Pakete zusammen, die mit Überraschungen für Chemotherapie-Patienten gefüllt sind.

    Die langen Krankenhausaufenthalte für Kinder die mit Chemotherapie behandelt werden sind oft mit Angstzuständen und dem unaufhörlichen Kampf gegen die Nebenwirkungen dieser Behandlungsmethode ausgefüllt. Die Mitglieder der Kiwanis-Familie aus Wallingford, Connecticut, hatten eine Idee, wie sie den Kindern den Aufenthalt im Krankenhaus etwas erleichtern konnten.

    „Mit den Chemotherapie-Überraschungspakete wollen wir helfen, die schlimmen Nebenwirkungen, die die Kinder während einer Chemotherapie erdulden müssen, zu lindern und den Kindern sowie deren Familienangehörigen etwas Ablenkung während dieser stressvollen Zeit zu bieten“, sagt Diane DeLibero, die Sekretärin des Kiwanis Clubs Wallingford.

    DeLibero und Kaitlyn Flynn, Mitglieder des Kiwanis Clubs, standen dem Chemotherapie- Überraschungspaket-Projekt voran. Sie wurden von den K-Kids der Grundschulen Parker Farms, Yalesville, Rock Hill und Moses Y. Beach sowie dem Key Club Lyman Hall unterstützt. Gemeinsam schaffte es die Kiwanis-Familie aus Wallingford, genügend Artikel zu sammeln, um damit mehr als 200 Überraschungspakete zu füllen.

    „Wir hatten den ganzen Monat Mai dafür vorgesehen, Spenden für die Pakete zu sammeln”, sagt DeLibero. „Jede Schule fertigte Poster an, die aufgehängt wurden, um für dieses Projekt zu werben. Wir haben darum gebeten, Dinge die Geborgenheit vermitteln, Bastelsets sowie Artikel, die die Nebenwirkungen einer Chemotherapie vergessen lassen, zu spenden.“

    Jedes Geschenkset enthielt einen Wohlfühlartikel (ein Stofftier oder flauschige Socken), ein Spielzeug (Bastelset, tragbares elektronisches Spiel, Malbuch, Puzzle und Aufkleber), etwas zum Naschen (Lutschbonbons gegen Übelkeit), Taschentücher, Desinfektionsmittel, Lippenpflegestifte oder ähnliche Artikel. Die Versorgungspakete wurden an das Kinderkrankenhaus Yale New Haven Children’s Hospital’s Pediatric Inpatient Hematology/Oncology Unit-Life Center in New Haven, Connecticut, gespendet.
    Die Child-Life-Spezialistin Cara Graneto sagt, dass die Pakete von den Patienten und Familien mit großer Freude angenommen wurden.

    „Die Pakete wurden sowohl an die stationären als auch an die ambulanten Patienten weitergegeben“, sagt Graneto. „Alle unsere Patienten, insbesondere unsere Langzeitpatienten,  haben sich sehr über die Pakete, die ihnen ein Gefühl der Geborgenheit vermittelten, gefreut. Viele unserer Patienten leiden an Übelkeit. Die speziell dafür vorgesehenen Lutschbonbons linderten diese Beschwerden. Die altersentsprechenden Spiele bereiteten unseren Patienten große Freude und Ablenkung vom Krankenhausalltag.“

    „Diese Pakete haben den Patienten geholfen, den Krankenhausaufenthalt besser zu verkraften“, sagt Graneto. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Kiwanis Club in der Zukunft.“

    Geschichte von Tamara Stevens



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  • Die begehrte Kiwanette

    Dez 19, 2016

    Der Kiwanis Club Angoulême Kiwanis Club leiht die Kiwanette an Menschen mit Behinderungen aus, damit diese an Rennen und Läufen teilnehmen können.
    Der Kiwanis Club Angoulême leiht die Kiwanette an Menschen mit Behinderungen aus, damit diese an Rennen und Läufen teilnehmen können.

    Alles begann mit einem Aha-Moment. Als Joël Treny, Mitglied des Kiwanis Clubs Angoulême, die Stadt Brest, im westlichen Teil Frankreichs, in der Bretagne, besuchte, wurde er auf Kiwanier aufmerksam, die behinderte Kinder in einem Geländewagen, der lediglich mit einem Rad ausgestattet war, transportierten. „Das ist genau das Richtige für uns!“, dachte er.

    Schatzmeister Treny besprach diese Idee mit seinem Clubpräsidenten Jacques Lafaurie. Sie kontaktierten einen heimischen Handwerker, der sich darauf spezialisiert hatte, Geräte für behinderte Menschen zu bauen und brachten in Erfahrung, dass die Entwicklung und der Bau eines ähnlichen Wagens etwa 3.000 Euro kosten würden.  Der Club ergriff die Initiative und plante, die notwenigen finanziellen Mittel durch die Organisation eines Kabarett-Abends, Geschichtskonferenzen und sogar einen Flohmarkt einzusammeln.

    Sehr bald schon hatten sie das notwendige Geld aufgebracht und die „Kiwanette“ wurde ins Leben gerufen. Ein erfahrener Handwerker entwickelte den Wagen speziell für den Club. Im Januar 2015 wurde der Wagen an Kiwanis geliefert. Diese Nachricht hatte sich sehr bald schon herumgesprochen und nach nur einmaliger Benutzung kamen unzählige Anfragen von Eltern und Vereinen. Die Nachfrage war derart groß, dass der Club einen Kalender anfertigen musste, um sicherzustellen, dass die Kiwanette nicht doppelt gebucht wurde.

    Die Kiwanette kann gratis vom Kiwanis Club Angoulême gemietet werden. Normalerweise würde der Verleih eines solchen Wagens bei einem Unternehmen 150 Euro kosten. Das Design dieses Wagens ermöglicht den freien Zugang zu Stränden, durch hügelige und steinige Gebiete und ist besonders beliebt bei Menschen mit Behinderungen, die an Rennveranstaltungen teilnehmen möchten.

    Der fünfzehnjährige Killian Favraud hat diesen Wagen bereits schon dreimal benutzt. Seine Mutter Angélique sagt, dass er sich unsäglich auf die Rennen freut. Im Mai 2016 hatte er an den Joëlette World Championships, einem 12K-Rennen für behinderte Menschen teilgenommen. Er wurde von seinem jüngeren Bruder William angefeuert. Bei insgesamt 100 Teilnehmern nahm Killians Team den 60. Platz ein.

    „Er möchte unbedingt gewinnen“, sagt Angélique mit zitternder Stimme. „Ich hätte niemals gedacht, dass seine Begeisterung fürs Rennen mich vergessen lassen würde, dass er behindert ist. Er wird zu einem Teenager wie alle anderen auch. Er strahlt übers ganze Gesicht. Ohne die Hilfe der Kiwanier wäre das nicht möglich gewesen.“

    Geschichte von Fabienne April

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