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Katastropheneinsatz

Aug 02, 2013
Aftermath of Harveyville tornado

Im Februar 2012 wurde die Stadt Harveyville, Kansas, von einem Tornado verwüstet, der Bäume entwurzelte und Häuser zerstörte. Ron Snoddy, ein Kiwanier aus der Nachbarstadt Berryton, Kansas, reagierte auf die Katastrophe. Er zersägte Bäume, beseitigte Trümmer und half den Bewohnern dabei, ihre spärlichen Habseligkeiten zu retten. Er handelte als ausgebildeter Freiwilliger des Community Emergency Response Team (CERT), eines Notfallteams, das von seinem Kiwanis Club im Jahr zuvor gegründet wurde. 

„Ich hatte das Bedürfnis, das zu tun“, sagt Snoddy. „Ich wollte der Gemeinde helfen.”

Das Konzept der CERTs wurde im Jahr 1993 von der Federal Emergency Management Agency (FEMA) für Gemeinden in ganz Amerika adaptiert. Freiwillige werden in Katastrophenprävention geschult und darauf vorbereitet, anderen zu helfen, falls professionelle Rettungskräfte nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.

„Im Fall einer Katastrophe ist es unsere erste Aufgabe sicherzustellen, dass sich unsere Familien in Sicherheit befinden“, sagt CERT-Mitglied und Clubpräsidentin Bette Snoddy. „Danach schauen wir bei unseren Nachbarn nach und ermitteln, welche Gebiete unverzügliche Hilfe benötigen. Eventuell werden wir darum gebeten, in städtischen oder ländlichen Gebieten einfache Such- und Rettungsdienste durchzuführen oder unseren Nachbarn medizinische und/oder psychologische Hilfe anzubieten.”

Für den Fall eines Feuers, eines Tornados oder einer Flut senden CERT-Captains, die kleineren Gebieten der Gemeinde zugeordnet sind, Situationsbeurteilungen an ihre Kommandozentrale, die dann wiederum diese Informationen an die Notfalleinsatzkräfte weiterleitet.

„Wir wollen sichergehen, dass unsere Gemeinde sowohl gegenwärtig als auch für zukünftige Generationen ein sicherer Ort ist“, sagt Bette Snoddy. „Leider ereignen sich Katastrophen zu jeder Zeit und Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Vor kurzem gab es ein Feuer und ein alleinerziehender Elternteil mit vier Kindern war stark betroffen. Sie konnten sich alle in Sicherheit bringen. Etwas später, als die Realität einzusetzen begann, kam dann der große Schock. Es wurde den Betroffenen bewusst, was sie alles verloren hatten, und ihnen wurde klar, dass sie auf Soforthilfe angewiesen waren. Es beruhigt mich zu wissen, dass ich ihnen dabei helfen konnte, die Dinge in die richtige Perspektive rücken zu können.”

Die Einsätze des CERT werden durch eine Vielfalt an Spendenaktionen, wie zum Beispiel einen Garagenflohmarkt und ein Plastikentenrennen auf einem nahe gelegenen See, sowie durch Zuschüsse und Hilfsmaterialien aus der Gemeinde unterstützt. Zu Beginn gehörten der Gruppe ausschließlich Kiwanier an. Aber Sturmerkennungskurse und ein Abend unter Nachbarn – Veranstaltungen, die primär vom Kiwanis Club gesponsert wurden und dazu gedacht waren, Sicherheit in einer familienfreundlichen Umwelt zu demonstrieren – führten zur Rekrutierung Anderer.

Im Allgemeinen ergibt sich aus dem jeweiligen Hintergrund der Freiwilligen, welche Aufgaben ihnen zugewiesen werden. Menschen mit medizinischer Erfahrung werden oft im Triagebereich und im Such- und Rettungsdienst eingesetzt, während andere mit administrativen Aufgaben, der Durchführung von Kostenanalysen (im Zusammenhang mit dem Ereignis) und der Aufzeichnung persönlicher Arbeitszeiten betraut werden.

„Da ich auf dem Land lebe, bin ich oft in Notfälle verwickelt, bei denen Tiere betroffen sind“, äußert sich der Kiwanier Rich Runnebaum zu seiner Rolle im CERT. „Wir müssen uns um unsere vierbeinigen Freunde genauso kümmern wie um unsere Nachbarn. Die Natur kann manchmal grausam sein.”

Ungeachtet der psychologischen und oft körperlichen Anforderungen, die mit dieser Arbeit im Zusammenhang stehen, sind die Ergebnisse mit Sicherheit bereichernd. Das wurde Ron Snoddy insbesondere in dem Moment klar, als sich ihm bei einer kürzlich durchgeführten Blutspendenaktion eine Frau näherte, um eine Spende abzugeben. Nach einer kurzen Unterhaltung fanden die beiden heraus, dass Ron nach dem Tornado in Harveyville dabei geholfen hatte, die Trümmer vom ehemaligen Haus dieser Frau zu entfernen. „Sie war tief gerührt, ihn persönlich kennenzulernen“, erinnert sich Bette Snoddy. –Courtney Meyer

Working in the control room

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