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Kiwanier kämpfen gegen die Auswirkungen von Wohnungslosigkeit

Aug 02, 2013
Stuff-a-bus

Haben Sie jemals etwas gesehen, das Sie zu einem Serviceprojekt inspiriert hat? Das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Gemeinde führte zur Einrichtung von drei Projekten und schuf eine Nische für den Kiwanis Club Bozeman, Montana.

Während ihres Freiwilligeneinsatzes in einer Schule fiel der Kiwanierin Amber Guth aus Bozeman auf, dass viele der Schüler für den kalten Winter in dieser Gegend unzureichend bekleidet waren. Ihre Beobachtung war wohlbegründet.

„Zwanzig Prozent der Einwohner Bozemans und der angrenzenden Gemeinden leben an oder unter der Armutsgrenze“, sagt sie. „Das bedeutet in etwa, dass sich 20.000 der 100.000 Menschen, die in Gallatin County leben, keine drei Mahlzeiten pro Tag und schon gar nicht Dinge wie neue Jacken, Turnschuhe und die Jahr für Jahr nötigen teuren Schulartikel leisten können. Während es bei uns viele Organisationen gibt, die sich für die Verbesserung des Lebens der Jugendlichen einsetzen, gibt es keine Einrichtung, die darauf vorbereitet ist, 20.000 Menschen zu helfen.” 

Die vor drei Jahren gemachten Beobachtungen von Guth führten zu dem Ergebnis, dass der Kiwanis Closet (Kiwanis-Schrank) eingerichtet wurde. Mehr als 4.000 Personen wurden mit Schuhen, Kleidung sowie Schulmaterialien ausgestattet und erhielten Informationen über andere Organisationen. Das Projekt war anfänglich unter dem Namen Stuff-A-Bus („Einen Bus füllen“) bekannt und wurde dann in Kiwanis Closet umbenannt, nachdem ein dauerhafter Standort festgelegt worden war.

„Meine Leidenschaft für diese Kinder und ihre Familien stammt aus meiner Kindheit und meinen Erlebnissen als alleinerziehende Mutter“, sagt sie.

Leidenschaft ist mit Sicherheit das geeignete Wort für Guths Bemühungen. Bei der Zusammenführung von Gruppen, die sich für notbedürftige Kinder einsetzen, hat sie viel Talent bewiesen. Als Mitglied der Greater Gallatin Homeless Action Coalition (Obdachlosenvereinigung) stellte sie zum Beispiel eine Verbindung zwischen dem Montana Food Bank Network (Lebensmittelbank) und der Fakultät der Schule mit dem Ausbildungskoordinatoren für Obdachlose ihres Bundesstaates her, damit den obdachlosen Schülern bessere Serviceleistungen geboten werden können.

„Weiterhin organisierte sie Makeovers, Kleider, Schulabschluss-Eintrittskarten, Abendessen und Transportleistungen für die benachteiligten Jugendlichen der Highschools Bozeman und Belgrade, die ansonsten nicht an den Feierlichkeiten ihres eigenen Schulabschlusses hätten teilnehmen können“, fügt die Clubsekretärin Mary Brydich hinzu.

Guth ist nicht die Einzige mit einem guten Herzen für Menschen, die es im Leben schwer haben. Andere Mitglieder entwickelten alternative Methoden, um sich für dieselbe Sache einzusetzen.

„Der Sprecher bei meiner ersten Kiwanis-Versammlung kam aus der Bozeman Highschool und hielt einen Vortrag über obdachlose Schüler und deren Bedürfnisse“, sagt das Mitglied Teresa Lerner. „Es war schockierend zu hören, wie hoch die Zahl der obdachlosen Schüler in unserer Gemeinde war und wie viele von ihnen tagtäglich hungern mussten. Teenager wollen nicht ausgesondert werden. Viele von ihnen gehen nicht zu einer Lebensmittelbank oder sie können nicht gehen. Sie scheuen sich, eine Agentur um Hilfe zu bitten.”

Lerner wurde auf die vielen Essensreste nach dem Lunch-Buffet des Clubs aufmerksam. Sie wandte sich an den Leiter des Veranstaltungsortes und sie vereinbarten, dass das übrige Essen zur alternativen Schule geliefert wurde, wo es von einem der Lehrer verteilt wurde. „Der Lehrer sagte einfach, dass das Essen vom Kiwanis Club komme, damit kein Stigma damit verbunden war“, fügt sie hinzu.

Und als das Toys-for-Tots-Programm („Spielsachen für Kinder“) der Gemeinde zu umfangreich für das Marine Corps und die American League wurde, schlossen sich die Kiwanier mit dem Lions Club zusammen, um während der Weihnachtszeit Spielsachen und Lebensmittelkörbe bereitzustellen.

„Im Jahr 2012 haben wir 1.491 Kinder beschenkt, 951 Familien geholfen und 347 Lebensmittelkörbe in sechs Landkreisen verteilt“, sagt Brydich, die Präsidentin des Projekts, voller Stolz.

Aber das Engagement des Clubs gegen Armut und Wohnungslosigkeit beschränkt sich nicht auf die Gemeinde. Die Mitglieder schlossen sich auch mit anderen Kiwaniern des Distrikts Montana zusammen, um Rucksäcke für Kinder, die nach einer Krise im Elternhaus bei Pflegeeltern untergebracht wurden, mit Waschsachen und Bekleidung zu fülle.

„Ich glaube, dass es unsere Aufgabe als Kiwanier ist, etwas zu tun“, sagt Guth bescheiden.  —Courtney Meyer

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Welche Gemeindeumfrage verdeutlichte Ihrem Kiwanis Club, welche Bedürfnisse er befriedigen kann? Erzählen Sie uns im nachstehenden Kommentarabschnitt bitte davon.

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