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Im Kampf gegen Tetanus neue Höhen erklimmen

Okt 21, 2013
Hagen climbed Mount Baker for The Eliminate Project

Vaughn Hagen, der seit 21 Jahren Mitglied bei Kiwanis ist, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, neue Höhen zu erreichen, um Müttern und Babys auf der ganzen Welt zu helfen. Um Menschenleben zu retten, entschloss er sich, einen Berg zu erklimmen, den er des Öfteren vom Fenster seines Hauses aus bewundert hatte. Dies erwies sich jedoch nicht nur als Herausforderung, sondern auch als lehrreiche Erfahrung.

Hagen, ehemaliger Präsident des Kiwanis Clubs Bellingham Noon, Washington, hatte schon seit mehreren Jahren erwogen, Mount Baker zu besteigen. Nach einer Veranstaltung zum Eliminate-Projekt anlässlich des Kiwanis-International-Kongresses in Vancouver, British Columbia, erhielt er den letzten Anstoß, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, um finanzielle Mittel aufzubringen, die es ermöglichen, dass Babys ihren ersten Geburtstag feiern können. „Ich habe mich entschlossen, mich anlässlich meines 59. Geburtstages dieser Herausforderung zu stellen“, sagt er. 

„Wenn man in den Videos sieht, wie viele Babys wegen einer Tetanuserkrankung sterben, bricht es einem das Herz“, sinniert Vaughn. „Dabei sind weniger als 2 USD zur Impfung einer Person notwendig. Die Ergebnisse sind konkret. Wir haben Tetanus bereits in mehr als 20 Ländern beseitigt und weitere Länder werden folgen.“

Hagen ist zwar ein erfahrener Wanderer, aber er hatte noch niemals zuvor den Versuch unternommen, einen Berg zu erklimmen. Der etwas südlich der kanadisch-amerikanischen Grenze gelegene eisbedeckte Mount Baker ist mit seinen 3.285 Metern (10.777 Fuß) der dritthöchste Berg im Bundesstaat Washington.

„Im Juni begann ich mein Training mit einem Lehrgang im Bergsteigen“, sagt er. „Nach und nach baute ich meine wöchentliche Routine auf. Ich fuhr 50 Kilometer mit dem Fahrrad, rannte drei bis fünf Kilometer, stieg 500 bis 1.000 Treppenstufen, machte Liegestützen, Rumpfbeugen, Kniebeugen und Plank-Übungen. Hinzu kam eine elf bis 19 Kilometer lange Wanderung am Wochenende.“

Das Spendenziel, das er sich setzte, war so hoch wie der Berg selbst: 10.800 USD ‒ etwas mehr als ein Dollar für jeden Fuß des zehn Stunden langen Aufstiegs.

In seinem Blog reflektierte er über den dreitägigen Aufstieg, seine positive Einstellung sowie sein Durchhaltevermögen und bewunderte das Erlebnis selbst. In der Gruppe befanden sich zwei Engländer, ein amerikanischer Freund aus Texas und ein Bergführer. Am ersten Tag schaffte die Gruppe es bis zum Lager in 2.100 Metern Höhe.

„Die Wanderung bis zum Basislager war lang und mühsam und führte über schwieriges Gelände“, schreibt Vaughn. „Die Aussicht war einzigartig schön, aber das 20 Kilogramm schwere Gepäck stellte mein Durchhaltevermögen und meine Kräfte auf die Probe. Nachdem wir vier Stunden unterwegs gewesen waren und nur noch eineinhalb Kilometer vor uns hatten, machte ich schlapp. Mit meinen Beinen war alles in Ordnung, aber je höher wir aufstiegen, desto kurzatmiger wurde ich. Die noch verbleibenden 100 Meter ging es nur sehr langsam voran, weil der Boden mit Eis und Schnee bedeckt war.“

Nicht nur die Aussicht war atemberaubend. Nachdem sie im Camp angekommen waren, wurde sich Vaughn bewusst, dass er den Gipfel des Berges wegen des Problems mit seinen Lungen niemals erreichen würde. „Ich war höher als jemals zuvor aufgestiegen und hatte mein Bestes gegeben. Es war nicht mein Jahr“, schreibt er.

„Ich habe zwar den Gipfel nicht erreicht, so wie ich erhofft hatte, aber mir ist klargeworden, dass jeder einzelne Teil dieser Reise von Bedeutung gewesen ist“, verkündet er, „die Menschen, die ich getroffen habe, die Erfahrungen, die ich gemacht habe, und die wunderbare Unterstützung und Ermutigung, die mir entgegengebracht wurden.“

Sein Herz für Service schlägt jetzt sogar noch stärker. Bis jetzt hat er mehr als 8.200 USD für Kiwanis Internationals globale Kampagne für Kinder gesammelt.

„Einer der Gründe für mein Handeln war, dass ich unsere Clubmitglieder darüber aufklären wollte, worum es bei dem Eliminate-Projekt geht und was damit beabsichtigt wird. Hoffentlich werden andere Clubmitglieder dadurch auch inspiriert, weitere Spendenaktionen, egal wie groß, durchzuführen“, sagt er. Courtney Meyer

Möchten Sie anderen eine Kiwanis-Geschichte erzählen? Dann senden Sie Ihre Geschichte zur Berücksichtigung an shareyourstory@kiwanis.org.

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