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Laternen schweben durch den Nachthimmel

Jul 10, 2014
Nach einem letzten Check vor dem Flug bereitet sich ein Scout darauf vor, seine Laterne aufsteigen zu lassen.

In den Anleitungen zum Entzünden und Steigenlassen der Himmelslaternen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Windstärke nicht mehr als 5 mph (8 km/h) betragen sollte. In der Nacht, in der der Key Club Owosso, Michigan, seine Himmelslaternen aufsteigen lassen wollte, war die Windstärke zu hoch. Die Schüler mussten den Start auf die darauffolgende Nacht verschieben. Die Begeisterung der Gemeinde wurde wegen dieser Verzögerung jedoch keinesfalls gedämpft.

An einem windstillen Sonntagabend versammelten sich mehr als 300 Menschen am Owosso Airport, um 288 Himmelslaternen aufsteigen zu lassen, die die Key-Club-Mitglieder der Owosso High School verkauft hatten, um Spendengelder für das Wounded Warrior Project (Kriegsverletztenprojekt) aufzubringen.

„Der Himmel war nachtblau“, sagt Jayne Brown, die Studienberaterin des Clubs. „Es war ein wunderschöner Anblick, als die Laternen in den Himmel aufstiegen.”

„In diesem Jahr hatte der Key Club das Himmelslaternen-Projekt zum zweiten Mal zum gemeindeumfassenden Projekt ausgewählt“, sagt Brown. Im Jahr 2013 hatte der Club 212 Himmelslaternen zum Einzelpreis von 5 USD verkauft und einen großzügigen Spendenbetrag von insgesamt 950 USD für das Wounded Warrior Project eingenommen. Mit diesem Projekt werden US-Veteranen unterstützt, die sich von Verletzungen erholen.

„Die Kinder hatten sehr viel Spaß bei diesem Projekt. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, es in diesem Jahr zu wiederholen und sogar zu erweitern“, sagt Brown.

Laut Brown kam die Idee für dieses Projekt von David Shepard, dem Kiwanis-Berater des Key Clubs. Shepard gesteht, dass er schon immer vom Anblick der wunderschönen Laternen, die leuchtend in den Himmel emporschweben und die Nacht erhellen, begeistert gewesen sei.

Der Key Club verkaufte die Tickets für die Himmelslaternen in Schulen und an Freunde, Schüler und Lehrer. Um den Verkauf zu fördern, kontaktierten die Mitglieder Veteranenorganisationen, die sich am Verkauf der Tickets beteiligten. Auch die Mitglieder des Flughafens setzten sich für diese Sache ein.

Als die Ticketinhaber am Abend des verzögerten Starts am Flughafen eintrafen, wurden sie von Key-Club-Mitgliedern erwartet, die den Verkehr regelten und beim Einparken halfen. Im Terminal des Flughafens erhielten die Ticketinhaber ihre Himmelslaternen und Anweisungen, die bereits im Voraus von den Key-Club-Mitgliedern ausgedruckt worden waren.

Um 21:00 Uhr wurde über den Lautsprecher verkündet: „Zünden Sie bitte Ihre Laternen an!“ Key-Club-Mitglieder mischten sich unter die Menschenmenge, um beim Entzünden der Laternen zu helfen und diese in den Nachthimmel aufsteigen zu lassen.

„Wir haben 1.650 USD für das Wounded Warrior Project eingesammelt“, sagt Shepard. „Wir freuen uns sehr. Diese Veranstaltung macht den Erwachsenen genauso viel Spaß wie den Kindern. Viele Menschen der Gemeinde hatten bisher noch nie einen Start so vieler Himmelslaternen gleichzeitig miterlebt und sie waren begeistert.”

Der Club hat bereits damit begonnen, Pläne für das Steigenlassen von Himmelslaternen im kommenden Jahr zu schmieden. Sie zielen darauf ab, noch mehr Laternen zu verkaufen und mehr Spendengelder einzusammeln.

So wie die Hoffnung vieler Menschen im zarten Abendwind aufstieg, so stiegen auch die leuchtenden Laternen sanft in den Himmel empor und verschwanden in weiter Ferne. — Tamara Stevens
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