Aktuelle Neuigkeiten

Filme drehen

Aug 13, 2014
Ein von einem professionellen Filmemacher geleiteter Workshop hilft Teenagern bei der Perfektionierung ihrer Erzähltechniken.

Im Colonial Theater spielt sich etwas Besonderes ab. In Idaho Falls, einer von engem Zusammenhalt geprägten Gemeinde, die sich allmählich zu einem Mekka für junge Filmemacher entwickelt, findet das zehnte jährliche Kiwanis Teen Film Festival statt. Die jungen Filmemacher reisen teilweise aus dem äußersten Westen Wyomings an, nur um an diesem einen Filmabend teilzunehmen.

Die Idee für dieses Festival entstand im Jahr 2003, als Steve Parry, Mitglied des Kiwanis Clubs Idaho Falls, sich ein Snowboarding-Video seines Neffen anschaute und dachte, dass es eine Gelegenheit und einen Ort geben sollte, wo Jugendliche ihre Arbeit und ihr Talent präsentieren können. Er besprach diese Idee mit seinem Kiwanis Club und gemeinsam wurde dann damit begonnen, das Filmfestival 2004 zu organisieren.

„Ich war bei meiner ersten Teilnahme an diesem Festival sehr erstaunt, was diese Kinder alles zustande bringen konnten“,  sagt Marci Dimick, der Exekutivdirektor des Festivals. „Vom Storyboard bis zu der Ideenfindung, den Aufnahmen, Lichteinstellungen, Requisiten, Kostümen, dem Drehort und Make-up … Man sieht regelrecht, dass sich die Kinder viel Zeit für ihre Arbeit genommen haben. Die Qualität ihrer Filmaufnahmen war einfach erstaunlich.”

„Man sieht oft, dass Teenager für ihr sportliches, musikalisches oder schauspielerisches Talent anerkannt werden, aber nicht für ihr Talent zu filmen“, sagt Parry. „Diese Idee füllt nunmehr eine Lücke und lässt Teenagern, die Fähigkeiten entwickeln, die man benötigt, um ein wahrer Künstler in der Filmindustrie zu werden, Anerkennung zukommen. Das Filmfestival hat sehr viel Unterstützung erhalten und Idaho Falls hat die Veranstaltung mit offenen Armen begrüßt.”

Es ist Showtime! Auf den Sitzen des Theaters, auf denen Familienmitglieder, Freunde und Fremde Platz genommen haben, kehrt angespannte Ruhe ein. Der Zeremonienmeister ruft den Namen eines der Filmemacher auf. Jubel und Applaus bricht aus, gefolgt von Auszeichnungen und Bewertungen von den Preisrichtern. Die Lichter verdunkeln sich und der Film des Teenagers erscheint 10,5 m über der Menschenmenge. Es schallt durch die Gänge, die Wände wackeln und der Boden vibriert – es ist kraftvoll und inspirierend zugleich.

Dort, im Schutz der Dunkelheit, spielen sich verflochtene Geschichten ab: von Angst und Horror, persönlichen Triumphen, Leidenschaft fürs Tanzen und Rennen, Supermächten, Autounfällen, vom Kunstfilm bis zur Animation … Filme, die von unglaublichen persönlichen Leistungen und emotional einfühlsamen Gedanken in Bezug auf den Tod handeln. Das menschliche Drama der Momente – all derjenigen kleinen Dinge, die den so unterschiedlichen Zuschauern ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln – spielt sich ab.  — Curtis Billue

Mit der Kiwanis-Magazin-iPad-App, die über den Newsstand erhältlich ist, können Sie mehr lesen oder sich Videos anschauen (Englisch).

blog comments powered by Disqus