Aktuelle Neuigkeiten

  • Service nah und fern

    Mrz 18, 2016
    Kindergartenkinder in Shkodër, Albanien, zeigen stolz ihren von Kiwaniern ausgestatteten Gruppenraum
    Kindergartenkinder in Shkodër, Albanien, zeigen stolz ihren von Kiwaniern ausgestatteten Gruppenraum
    Kindergartenkinder in Shkodër, Albanien, zeigen stolz ihren von Kiwaniern ausgestatteten Gruppenraum.

    Im September 2007 machte sich eine Gruppe von Kiwaniern aus dem Distrikt Schweiz-Liechtenstein an die Arbeit, drei Lkws und zwei Schulbusse mit Möbeln, Musikinstrumenten, Computern und Baumaterialien zu beladen. Sie fuhren mehr als 1.500 Kilometer nach Shkodër, Albanien, um dort Schulen zu modernisieren.

    „Unsere Kontakte mit Albanien reichen zurück bis ins Jahr 2001, als Albanien damit begann, sich von seiner Vergangenheit zu erholen, und auf jede Hilfe, die von der ‚freien Welt‘ angeboten wurde, angewiesen war“, sagt Jürg Kreis vom Kiwanis Club Rheintal, Schweiz.

    Doch die Schweizer Kiwanier lieferten nicht nur Spenden, sondern begannen gleichzeitig auch damit, im Norden Albaniens Clubs zu eröffnen. Die Kiwanis-Gemeinschaft florierte.

    Die Unterstützung, die neuen Clubs und die Freundschaften kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Zwischen Dezember 2009 und Januar 2010 verloren in Nordalbanien mehr als 2.500 Menschen durch Überflutungen ihr Zuhause. Die neu gegründeten Kiwanis Clubs waren darauf vorbereitet, Unterkünfte und Lebensmittel bereitzustellen. Währenddessen kümmerten sich die europäischen Freunde gemeinsam mit der Kiwanis-International-Stiftung und der Stiftung der europäischen Föderation darum, ihnen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. (Kiwanis Norwegen und die Norwegian Aid entsandten zudem Rettungsmannschaften und Materialien.)
  • Willkommenskultur in Ratzeburg

    Mrz 18, 2016
    Der Ratzeburger Kiwanier Werner Büttner berät Farhad Heidary aus Afghanistan.
    Der Ratzeburger Kiwanier Werner Büttner berät Farhad Heidary aus Afghanistan.

    Weit entfernt
    von der Heimat
     

    Hören Sie zu, wie Farhad Heidary seine neuen deutschen Sprachkenntnisse anwendet.
    Hören Sie zu
    , wie Farhad Heidary seine neuen deutschen Sprachkenntnisse anwendet.


    Farhad Heidary, 26, hat seine Familie schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Er hatte nicht einmal die Möglichkeit, sich von ihnen zu verabschieden. Er war als Angestellter der United States Agency for International Development in Italien unterwegs, um an einer Model-United-Nations-Konferenz teilzunehmen. Dort erfuhr er, dass vier seiner Kollegen von den Taliban entführt worden waren. „Mein Vorgesetzter sagte zu mir, dass es besser wäre, wenn ich nicht zurückkehren würde“, erinnert er sich.

    Er entschloss sich, nach Deutschland zu gehen, wo mehrere andere Familienmitglieder lebten. Er wollte in der Nähe seiner Familie sein.

    „Ich bin sehr dankbar für alles, was die Menschen hier für mich tun“, sagt er. „Die Menschen in meiner Umgebung sind alle sehr nett, sie sind ein Segen.“

    Farhad hat jedoch nicht vor, in Ratzeburg zu bleiben. Zumindest nicht für immer.

    „Afghanistan ist mein Zuhause. Ich möchte irgendwann wieder dorthin.“
    In Ratzeburg, einer idyllischen Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein, Deutschland, leben unter den etwa 14.000 Einwohnern nahezu 250 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen sind junge, motivierte Leute aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Armenien, Eritrea und dem Irak. Sie sind mit der Hoffnung auf ein besseres Leben hierhergekommen. Der Kiwanis Club Ratzeburg heißt sie willkommen und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite (Englisch).

    Der Ratzeburger Kiwanier Werner Büttner sitzt während seiner kurzen Mittagspause an einem großen Holztisch. Vor ihm liegt ein aufgeschlagener Ordner mit Informationen über viele der Flüchtlinge, die er inzwischen kennengelernt hat. Er blättert die Seiten durch und zeigt Beispiele, die davon zeugen, wie viel Aufwand es bedeutet, Dinge zu erledigen, die für die meisten Menschen ganz gewöhnlich sind: die Suche nach einer Ausbildung, einer Unterkunft, einer Arbeit. Nichts davon ist einfach für Flüchtlinge.

    „Man braucht gute Freunde, damit diese Dinge funktionieren“, sagt Büttner. Er entschuldigt sich für ein Telefonat, in dem er Meetings vereinbart – er setzt sich für die jungen Menschen ein, die inzwischen eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen, damit sie irgendwie vorankommen. Er tut mehr, als nur darüber zu reden, was gebraucht wird. Er setzt sich mit den Flüchtlingen zusammen und bietet konkrete Hilfe an. Er hilft ihnen mit Sprachunterricht. Er schaut nach Firmen, die Praktikumsplätze anbieten. Er kümmert sich um schriftliche Angelegenheiten. Alle Informationen, die er benötigt, befinden sich in seinem mobilen Büro – dem Ordner, der vor ihm liegt.

    „Es sind motivierte junge Leute, die wir gern willkommen heißen“, sagt er, indem er die deutsche Willkommenskultur erwähnt. „Es nutzt nichts, über den Zaun zu schauen und sie dafür zu kritisieren, dass sie sich nicht integrieren. Wir müssen etwas tun. Man kann diese Menschen nicht hassen. Sobald man sie kennen lernt, haben sie ein Gesicht und man kann sie einfach nicht hassen.“

    Geschichte und Bilder von Kasey Jackson
  • 60 Million Girls

    Feb 16, 2016
    Wanda Bedard trifft sich mit Schülern in Sierra Leone, wo „60 Million Girls“ Geldmittel bereitgestellt hat, damit Mädchen die Highschool besuchen können.
    Wanda Bedard trifft sich mit Schülern in Sierra Leone, wo „60 Million Girls“ Geldmittel bereitgestellt hat, damit Mädchen die Highschool besuchen können.

    Vor zehn Jahren las die Kanadierin Wanda Bedard die Geschichte eines jungen Mädchens, das von ihrem eigenen Vater für 750 CAD an einen Warlord verkauft wurde. Sie entschloss sich dazu, etwas dagegen zu unternehmen. Gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt acht Frauen gründete sie die Stiftung „60 Million Girls“.

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die in Montreal ansässige öffentliche Stiftung mehr als 2,1 Millionen CAD an kanadische Wohltätigkeitsverbände und gemeinnützige Organisationen gespendet, um Schulungsprogramme in Gemeinden zu fördern, in denen junge Mädchen an den Rand der Gesellschaft gedrängt und vergessen werden, u. a. in Sambia, Kenia, Afghanistan, Honduras, Simbabwe, Indonesien, Äthiopien und Nicaragua.

    Einer der vielen Unterstützer dieser Stiftung ist der Kiwanis Club Lakeshore, Montréal.

    „Wir helfen unserer lokalen Gemeinde“, sagt Peter Bedard, Mitglied des Kiwanis Clubs Lakeshore Montréal und Wandas Vater. Das Aufbringen von Spenden an die Stiftung ‚60 Million Girls‘ ist unser internationales Projekt.“

    Die Verbindung zu Kiwanis ist kein Zufall. Peter ist schon seit 57 Jahren Kiwanier und seine Tochter hat bei Kiwanis-Projekten mitgeholfen, seit sie zwölf Jahre alt war.

    „Sie ist schon immer mit Kiwanis verbunden gewesen“, sagt er. Seite an Seite hat sich unsere gesamte Familie – meine Frau und meine sechs Kinder – an Spendenaktionen beteiligt.“

    Wanda führt ihren starken Wunsch, anderen zu helfen, auf die frühen
    Kindheitserfahrungen zurück. Der gemeinsame Einsatz mit ihrem Vater in Gemeindeprojekten hat sie geprägt.

    „Anfangs haben wir 1.000 CAD an ‚60 Million Girls‘ gespendet und dieses Jahr sind es schon 10.000 CAD“, sagt Peter.

    Laut der Website von „60 Million Girls“ gibt es schätzungsweise 124 Millionen Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt, die nicht zur Schule gehen.

    „Es ist einfach frustrierend, wenn ich sehe, was den Mädchen auf der ganzen Welt widerfährt“, sagt Wanda. „Ihnen wird keine Chance geboten, ihre eigenen Talente zu entwickeln. „Jeder Mensch birgt besondere Talente in sich, von denen die Welt profitieren kann. Ich versuche einfach nur zu helfen.“ — Tamara Stevens
  • Hallo Sommer!

    Feb 11, 2016
    Eine kleine Kundin freut sich über ihre Pfannkuchen am Strand.
    Eine kleine Kundin freut sich über ihre Pfannkuchen am Strand.

    Zu den Klängen von Live-Musik, leckerem Gegrilltem und eiskalten Getränken begrüßt die Menschenmenge bei der jährlichen Strandparty den Beginn des Sommers. Zwei Tage lang genießen die Feiernden die Sonnenstrahlen und nehmen an familienfreundlichen Aktivitäten wie Wassersport, Kinderschminken, einem Pfannkuchen-Frühstück und Tanzveranstaltungen teil, selbstverständlich mit viel leckerem Essen und Getränken.

    „Die Veranstaltung macht so viel Freude, dass alle Menschen der Gemeinde daran teilnehmen“, sagt Kiwanis-Mitglied Robbin Lyons. „Es geht sehr entspannt zu und jeder hat Spaß!“

    Die Strandparty in Pewaukee wird seit 1994 regelmäßig veranstaltet. Im letzten Jahr umfasste das Programm Wasserski-Vorführungen, die Präsentation eines Roboterclubs und Live-Unterhaltung von 19.00 bis 23.00 Uhr. Nahezu 40 Sponsoren beteiligten sich an dieser Veranstaltung, die als „beste Strandparty in Waukesha County“ bezeichnet wird.

    „Bei meinem Rundgang freue ich mich vor allem darüber, wie viel Spaß es allen macht, die viele Arbeit auf sich zu nehmen, die diese Veranstaltung mit sich bringt“, sagt Pat Gallagher, Kiwanis-Mitglied und Veranstaltungsvorsitzende.

    Im Jahr 2015 erzielte der Club Rekordbesucherzahlen. Obwohl Eintritt und Parken kostenlos waren, konnten 57.000 USD eingesammelt werden. Die Spenden kamen verschiedenen lokalen Wohltätigkeitsorganisationen zugute, unter anderem einer Lebensmitteltafel, einem Ausbildungsfonds und einer Bibliothek.

    „Wir investieren viele Stunden. Aber wenn man die Rekordbesucherzahlen betrachtet, lohnt sich unser Einsatz“, sagt Gallagher. „Die Folgeerscheinungen dieser Veranstaltung sind ebenfalls bemerkenswert. Viele Spenden überreichen wir in Form von übergroßen Schecks persönlich. Es ist ein tolles Erlebnis!“ — Danielle Karstens
  • Aus Alt macht Neu

    Jan 12, 2016
    Old frames, forks, tires and chains are recycled into new bicycles by Ecuador Kiwanis members.

    Alte Rahmen, Gabeln, Reifen und Ketten werden von ecuadorianischen Kiwanis-Mitgliedern zu neuen Fahrrädern zusammengebaut.

    Dutzende von Jungen und Mädchen in der verarmten Stadt Rio Caña, Ecuador, rennen hektisch umher, sind übermütig und lachen stolz. Ein so ungehemmtes Verhalten ist für diese Kinder ungewöhnlich. Oftmals müssen auch die kleinsten dieser Kinder auf eine Schulausbildung verzichten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Aber nicht heute!

    Heute müssen sich die Kinder um nichts Sorgen machen. Heute bekommen sie ein Geschenk: ein Fahrrad. Für viele mag es sich lediglich um ein Fahrrad handeln. Aber für diese Kinder ist es ein wichtiges Transportmittel und eine Gelegenheit, auch etwas Spaß zu haben. Und das ist für jedes Kind wichtig!

    Der einstige Haufen von Getrieben, Ketten und Lenkrädern ist jetzt ein Grund zur Freude und Hoffnung auf bessere Chancen für die Kinder von Rio Caña. Wenn die ecuadorianischen Kiwanis-Mitglieder in die Stadt kommen, organisieren sie eine Party für die Kinder. Bei dieser Party dürfen sich die Kinder ihr eigenes Fahrrad aussuchen.
    „Ich finde es einfach toll, dass die Mitglieder aus altem Eisen etwas Brauchbares und Erfreuliches für eine Gruppe von Kindern machen“, sagt Atenaida Macias de Espinoza, Mitglied des Kiwanis Clubs Manta und Governor des in Gründung begriffenen Distrikts Ecuador.

    Glänzende, bunte kleine Fahrräder sind entlang der Mauer des Gebäudes aufgereiht. Aus diesem Grund rennen die Kinder wild umher, lachen und freuen sich. Sie freuen sich darauf, das perfekte Fahrrad zu finden. Ein kleines Mädchen mit lockigem Haar und einem roten T-Shirt entscheidet sich für ein Fahrrad mit aufgemalten Blumen. Sie setzt sich sofort auf den Sattel und kann es kaum erwarten, ihr neues Fahrrad auszuprobieren. Sobald jedes Kind ein Fahrrad bekommen hat, rasen sie auf der Schotterstraße umher, bis sie nach einer Weile wieder zu den Kiwaniern zurückkehren. Der Wiederhall ihres Lachens wird noch lange Zeit zu hören sein. — Ariana Gainer
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