Der Kiwanis-Club von Central Okanagan finanziert Karten und Aufkleber, mit Kontaktdaten.

Von Julie Saetre

Vor zwei Jahren schlug eine Organisation in Kelowna, British Columbia, Kanada, die Einrichtung einer Notrufnummer für junge Menschen vor, die Selbstmordgedanken hegen. Daraufhin spendete der Kiwanis Club of Central Okanagan 40.000 CA$, um das Projekt auf den Weg zu bringen. 

Doch in diesem Jahr sprachen zwei Schüler aus der Region über die Bedeutung von Hilfsangeboten im Bereich der psychischen Gesundheit für junge Menschen – und als sie gefragt wurden, ob sie schon einmal von der Selbstmord-Hotline für Jugendliche gehört hätten, verneinten sie dies.  

Es war offensichtlich, dass etwas getan werden musste, um das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Wendy Falkowski, ein Clubmitglied undGovernor des Pacific Northwest für das Jahr 2008/09, hatte eine Idee.

„Wenn Jugendliche vielleicht eine Karte im Taschenformat oder etwas Ähnliches hätten, das sie mit ihrem Handy scannen könnten“, sagt sie, „wäre das vielleicht eine Möglichkeit, Informationen zu verbreiten.“

Hilfe in greifbarer Nähe
Unser Clubmitglied Tom Cockrell leitete die Initiative, um über Hilfsangebote im Bereich der psychischen Gesundheit zu informieren. Er traf sich mit Gruppen von Jugendlichen und Schulberatern an der Kelowna Secondary School, der Mount Boucherie Secondary School und der George Elliot Secondary School sowie mit dem Beauftragten für Sicherheit und Wohlbefinden Distrikt.

Daher finanzierte der Kiwanis-Club nicht nur die Herstellung von Karten im Brieftaschenformat, sondern auch von Aufklebern, die Schüler auf Gegenstände kleben können, die sie häufig bei sich tragen, wie beispielsweise Wasserflaschen und Handys. Die Karten und Aufkleber enthalten QR-Codes und Telefonnummern von Einrichtungen, die psychologische Unterstützung für junge Menschen anbieten – darunter auch die vor zwei Jahren eingerichtete Hotline. 

Im September werden die Clubmitglieder mehr als 15.000 Schüler erreichen, indem sie Aufkleber und Karten an allen Mittel- und Oberschulen Distriktverteilen. Cockrell und andere Clubmitglieder verteilen die Materialien zudem an den Informationstagen zum Thema psychische Gesundheit an den Schulen, und weitere Karten und Aufkleber werden an Jugendzentren und Jugendherbergen ausgegeben.

„Psychische Gesundheit ist eine private Angelegenheit, die man für sich behält, von der man aber weiß, dass man Hilfe braucht“, sagt Falkowski. „Wo findet man diese Hilfe? Jetzt muss man nicht mehr im Flur vor einem Plakat zum Thema psychische Gesundheit stehen, um sich eine Telefonnummer aufzuschreiben. Man muss lediglich den QR-Code scannen.“ 

Setzt sich Ihr Verein für die psychische Gesundheit von Jugendlichen in Ihrer Gemeinde ein? Teilen Sie uns dies bitte per E-Mail an shareyourstory@kiwanis.org mit.