Ein mehrjähriges Kiwanis-Projekt zwischen Island und Kanada überbrückt eine Entfernung von über 2.700 Meilen.
Von Julie Saetre
An der Westküste des Lake Winnipeg in Manitoba, Kanada, liegt die nicht als Gemeinde eingetragene Ortschaft Gimli, in der weniger als 2.400 Einwohner leben. Die ersten europäischen Siedler kamen aus Island und gründeten dort 1875 die Siedlung New Iceland. Außerhalb Islands selbst hat Gimli heute die weltweit größte isländische Bevölkerung und ist als „das zweite Island“ bekannt.
Im August 2022 schlossen der Gimli und Distrikt Club gemeinsam mit einem Kiwanier Island ein mehrjähriges Projekt ab: die Bereitstellung kostenloser Fahrradhelme für die Kinder der Gemeinde.
Im Jahr 2019 reisten das Gimli-Clubmitglied Sam Sekhon, damals Vorstandsmitglied Kiwanis International Vorstandsmitglied 2018–21), und seine Frau Terry anlässlich desKongress Island-Färöer nach IslandKongress trafen dort Kiwanier Jonsson.
Jonsson Vorsitzende Distrikt , bei dem kostenlose Fahrradhelme an Kinder verteilt werden, um sie bei Stürzen vor Kopfverletzungen zu schützen. Die erfolgreiche Initiative läuft seit über 25 Jahren. Die Fahrradhelme werden von Eimskip gespendet, einem internationalen Schifffahrtsunternehmen mit Niederlassungen in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien. Allein im Jahr 2022 wurden über 4.400 Fahrradhelme verteilt. Jedes isländische Kind in der ersten Klasse erhielt einen. Insgesamt hat die Partnerschaft zwischen Kiwanis und Eimskip rund 65.000 Kindern Fahrradhelme beschert.
Beeindruckt waren die Sekhons der Meinung, dass auch die Kinder von Gimli von einem solchen Programm profitieren könnten. Sie erfuhren, dass Petur Jokull Hakonarson, ein Distrikt , Distrikt des Helmprojekts mit dem Distrikt Island-Färöer zusammenarbeitet.
„Terry ist eine sehr überzeugende Person“, sagt Sam Sekhon. „Zuerst hat sie Ólafur Jonsson davon überzeugt, sie dem Vertreter von Eimskip [Hakonarson] vorzustellen. Dann hat sie das getan, was sie eben so macht.“
Hakonarson erklärte sich sofort bereit, den Kindern des „zweiten Islands“ zu helfen. Dann brach die COVID-19-Pandemie aus.
Doch Terry blieb mit Jonsson in Kontakt. Im Juni 2022, als die Pandemie-Beschränkungen weiter gelockert wurden, erhielten die Sekhons die Nachricht, dass die versprochenen Helme versandfertig seien.

Trekking nach und durch Kanada
Jonnsons Hilfe ging noch weiter. Er wandte sich an den CEO und den stellvertretenden CEO von Icelandair Cargo und fragte, ob die Helme kostenlos von Island nach Kanada verschickt werden könnten. Die beiden willigten ein, doch Icelandair konnte nicht direkt nach Winnipeg liefern. Stattdessen würde die Sendung in Toronto ankommen.
Dies stellte die Sekhons vor eine neue Herausforderung: Wie konnten sie dafür sorgen, dass die Helme schnell vom kanadischen Zoll freigegeben und nach Gimli verschickt wurden?
Terry ließ sich von dieser neuesten Entwicklung natürlich nicht entmutigen. Sie wandte sich an Ken Allan, Governor damaligen Governor Distrikt Westkanada, um Hilfe zu erhalten. Allan verwies sie an Jim Scott, Governor damaligen Governor Distrikt Ostkanada und Karibik. Scott arbeitete mit einem Spediteur zusammen, der die Freigabe der Sendung veranlasste und dafür sorgte, dass Loomis Cargo die Helme von Toronto nach Winnipeg transportierte.
Das Timing war perfekt, denn die 93 neuen Helme trafen gerade rechtzeitig zum jährlichen Isländischen Festival von Manitoba ein. Dieses Fest der isländischen Kultur, das von den Einheimischen als „Islendingadagurinn“ bezeichnet wird und 1890 ins Leben gerufen wurde – nur 15 Jahre nach der Gründung von Gimli –, zieht mittlerweile bis zu 30.000 Menschen an.

Das Festivalprogramm für 2022 war zwar bereits gedruckt, doch die Veranstaltung arbeiteten mit Terry zusammen, um die Verteilung der Helme in den Zeitplan aufzunehmen. Schließlich fand das jahrelange Projekt am 1. August 2022 seinen krönenden Abschluss, als 60 Kinder auf der Hauptbühne des Festivals Fahrradhelme erhielten. Die restlichen 33 Helme wurden an Schulkinder in Gimli gespendet.
Das Warten hat sich gelohnt.
„Die freudigen Gesichter der Kinder, ihrer Eltern und der Würdenträger aus Island (die zum Festival nach Gimli gekommen waren) haben es lohnenswert gemacht“, sagt Sam Sekhon. „Unser Stress und unsere Anspannung waren wie weggeblasen, und das war für uns beide ein wahrhaftiger Kiwanis-Moment.“